Herr Rozayek, Sie haben jahrelange Erfahrung in der Gastronomie. Was ist Ihrer Meinung nach der «Schlüssel» zum Erfolg?

Reda Rozayek: Gastronomie basiert auf drei entscheidenden Faktoren. Die Qualität vom Produkt sowie vom Service und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Am wichtigsten ist es jedoch, eine gute Beziehung zum Gast zu pflegen. Wir versuchen, das alles zusammenzubringen, was die Besucher wiederum in jedem unserer Restaurants wahrnehmen.
       

Gemeinsam mit Ihrem Geschäftspartner leiten Sie unter der Ristorante al cantuccio verde GmbH sechs verschiedene Restaurants in der Region. Wie kam es dazu?

Gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Pero Vidojevic starteten wir erfolgreich mit dem italienischen Konzept. Dies im Jahre 2005 mit dem Betrieb «Zur grünen Ecke» und 2007 mit dem «Tell» in Bellach. Danach folgte 2011 der Betrieb «Krebs» in Grenchen. 2015 hatten wir die Möglichkeit, für den «Löwen» ein neues Konzept zu entwerfen. Nahe am «Zur grünen Ecke» hätte die italienische Küche dort nicht funktioniert. So entstand die Idee für ein Steakhouse. Dies gab es zuvor in Solothurn noch nicht und ist bisher sehr gut angekommen. Seit zwei Monaten leiten wir nun das Restaurant «Rössli» in Oensingen.

Wie behalten Sie bei sechs Betrieben die Übersicht?

Wir arbeiten seit 25 Jahren zusammen und sind gute Freunde. Beide von uns arbeiten hart am Unternehmen. Über die Jahre konnten wir eine gute Aufgabenteilung entwickeln, welche vieles erleichtert. Nebst dem haben wir in jedem Restaurant einen zuständigen Geschäftsführer. So verfügen unsere Teams über die Kompetenz, selbstständig Entscheidungen zu treffen.


«Im Gastronomiebereich ist Solothurn eine der interessantesten Städte der Schweiz.»


«Als Gast kommen, als Freund bleiben» lautet Ihr Motto. Wie setzten Sie dieses in Zusammenarbeit mit Ihren Teams um?

Der entscheidende Punkt ist die Anerkennung, welche der Gast bereits bei der Begrüssung bemerken sollte. Wir versuchen unseren Angestellten beizubringen, dass der Besucher mehr erwartet, sobald er wiederholt ins Restaurant kommt. Sie sollen sich merken, was der Gast gerne trinkt oder isst und ihm das Gefühl geben, dass er im Lokal bekannt ist. Ein gutes Stammpersonal ist dabei von Vorteil. Wir haben langjährige Mitarbeiter, die ich teilweise schon kannte, bevor ich mich selbstständig machte.

Betrachtet man das kulinarische Angebot in der Stadt Solothurn. Hat es noch Potenzial?

Im Gastronomiebereich ist Solothurn eine der interessantesten Städte der Schweiz. Die kleine Stadt bietet ein vielfältiges Angebot an Restaurants. Trotzdem hat die Gastrokultur Solothurns noch Potenzial. Es gibt bisher keine richtige vegane Küche und einige andere kulinarische Bereiche sind noch nicht abgedeckt. Mein persönlicher Traum war es immer, in Solothurn eine grosse Lokalität mit gastronomischem Erlebnis zu eröffnen, welche auch Attraktionen wie Musik bieten würde.

Eine Idee für die Zukunft?

Im Moment ist nicht die richtige Zeit, um über Träume zu sprechen. Träume hören jedoch nie auf.

Wie haben Sie das letzte halbe Jahr gemeistert?

Am schwersten trafen uns die zwei Monate Lockdown. Wir bezogen zwar Kurzarbeit, aber die Kosten blieben gleich. Dank jahrelangem gutem Wirtschaften haben wir die Zeit überstanden. Wir schätzen uns zudem sehr glücklich, dass wir viele treue Kunden haben, welche uns stark unterstützen. Am Mittag fehlen jedoch bis zu 40 Prozent der Gäste. Am Abend erreichen wir zum Durchschnitt ungefähr 80 bis 90 Prozent.

Ein Blick in die Zukunft: Was ist in Planung?

Im Januar haben wir den Vertrag für das «Rössli» in Oensingen unterschrieben. Zuvor war es immer mein Wunsch, ein Eventlokal zu leiten. Mittlerweile lauft es trotz der Umstände gut. Sobald sich die Lage stabilisiert, erhoffen wir uns dort grossen Erfolg. Interview: Tanja Graziano


vomFASS Solothurn – die Erfolgsgeschichte geht weiter

Nach 16 Jahren geht das vomFASS an der Schaalgasse in Solothurn in junge Hände über. Ab dem 1. September 2020 wird Marc Trostel das Geschäft führen, die bisherige Inhaberin Monika Di Marco konzentriert sich auf ihren Standort in Luzern

Monika Di Marco und Marc Trostel Bild: zvg
Monika Di Marco und Marc Trostel Bild: zvg

Das Ladenkonzept vomFASS war damals, vor 16 Jahren, seiner Zeit voraus. Heute gibt es erfreulicherweise immer mehr sogenannte Unverpackt-Läden, in denen man seine eigenen Behältnisse zum Nachfüllen mitbringen kann. Beim vomFASS kann man zusätzlich Produkte vor dem Kauf verkosten. Ob Öle von Herstellern, zu denen vomFASS eine langjährige Beziehung pflegt, Essige, höchster Qualität, die in eigener Manufaktur hergestellt werden sowie ausgesuchte Weine, Spirituosen oder Liköre.

Die Filiale in Solothurn übernimmt der junge Solothurner Marc Trostel und freut sich, mit seinen Ideen Kundinnen und Kunden eine neue Geschmacksvielfalt in die Küche zu bringen. Die bisherige Inhaberin Monika Di Marco verlagert ihren Lebensmittelpunkt nach Luzern und konzentriert sich auf ihr dortiges vomFASS Geschäft. «Es war mir sehr wichtig, das Geschäft an einen Nachfolger weiterzugeben, bei dem ich ebenso viel Herzblut spüre, wie ich es 16 Jahre lang hatte», so Monika Di Marco. Für Marc Trostel ist klar: «Ein Ladenkonzept, das beim Einkauf alle Sinne anspricht, kann nur mit grosser Leidenschaft weitergeführt werden». Marc Trostel wird ab dem 1. September 2020 täglich im Laden anzutreffen zu sein.
    

Der Gast ist nicht König, sondern Freund Image 1

«Dabei wird der Besuch in einem unserer vomFASS Geschäfte immer zu einer kleinen kulinarischen Entdeckungsreise, denn das Probieren der Köstlichkeiten ist hier nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht», So Marc Trostel weiter. Sehen, probieren und geniessen steht an oberster Stelle – Ergänzend werden die Kundinnen und Kunden Informationen durch Online- und Social-Media-Plattformen erhalten. «Mir ist wichtig, dass wir Hintergründe über unsere Produkte weitergeben und Kundinnen und Kunden eine Plattform für den Austausch bieten.», so Marc Trostel. Als Begrüssung gibt es übrigens für jeden Kunden im September eine kleine Überraschung (solange der Vorrat reicht).

vomFass Solothurn
Schaalgasse 18
4500 Solothurn
Tel.: 032 622 89 34
E-Mail: m.trostel@vomfass-solothurn.ch
www.vomfass.ch/solothurn