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Umfassende Erneuerung in Herisau

Aus Bankkunden werden bei der Raiffeisenbank Appenzeller Hinterland Gäste.

Die Fassade wurde mit den nach historischem Vorbild verwendeten Storenblenden aufgewertet. Fotos: Daniel Ammann

11.03.2021

Die Räumlichkeiten der Raiffeisenbank Appenzeller Hinterland in Herisau sind umfassend erneuert worden. In den stimmig umgestalteten Räumen steht die individuelle Beratung im Mittelpunkt. «Wir empfangen unsere Kunden als Gäste und schenken ihnen Zeit und Beratungskompetenz», sagt Simon Frehner, Vorsitzender der Bankleitung.
        

Angefangen hat der Prozess der Bankerneuerung vor drei Jahren mit der Einsetzung einer Projektgruppe. Dieser gehörten unter der Leitung von Lennart Büchler im Weiteren Bankleiter Simon Frehner sowie die Mitarbeitenden Selina Covini, Sina Lanter und Cathérine Oertle an. Aufgabe dieser Projektgruppe war es, das Konzept des Bankumbaus und das Betriebskonzept sowie dessen gestalterische Umsetzung festzulegen, immer mit dem Fokus auf die individuellen Bedürfnisse der Bankkunden. Ziel war es auch, in Zukunft nur noch die Räume in der eigenen Liegenschaft am Platz 7 zu nutzen und die bisher gemieteten Räume im Haus Platz 6 aufzugeben. Die Realisierung des Umbaus wurde nach einer Ausschreibung an das Architekturbüro plan b architekten, Zürich/Goldach/Waldstatt vergeben.

Empfang auf dem Dorfplatz

Wer die neue Raiffeisenbank in Herisau betritt, vermisst zwar im ersten Moment den Bankschaltergrove, fühlt sich dann auf einem Dorfplatz willkommen. In dessen Mitte steht ein Brunnen, der von zwei mobilen Hochtischen umgeben ist. Rechts sind zwei Bancomaten, an denen alltägliche Bankgeschäfte erledigt werden können. «Wir lassen unsere Gäste am Dorfplatz nicht allein, während der Präsenzzeiten sind hier immer Mitarbeitende vor Ort. Sei es für einen ersten Kontakt, eine kurze Beratung oder für Hilfestellung an einem der Bancomaten», erklärt Simon Frehner. Für ein Gespräch stehen in gemütlichen Nischen eine gute Stube, ein heimeliger Stammtisch oder eine Art Gartensitzplatz zur Verfügung. An der Rückwand dominiert ein zur Jahreszeit passendes LED-Panoramabild, welches am Abend und an den Wochenenden durch ein Bewegtbild mit Blick auf Herisau ersetzt wird. Die beiden Automaten sind ausserhalb der Banköffnungszeiten während 24 Stunden zugänglich, jederzeit zugänglich sind auch die persönlichen Tresorfächer.

Beratungszonen im Obergeschoss

Im ersten Obergeschoss stehen den Bankmitarbeitenden mehrere Beratungszimmer zur Verfügung. Diese sind auf die Werte der Raiffeisenbank ausgerichtet: Glaubwürdigkeit, Nähe, Nachhaltigkeit und Unternehmertum, dazu kommt noch ein Kulturzimmer mit Bildern von regionalen Künstlern. Jedes dieser Zimmer ist entsprechend seinem Namen individuell gestaltet, gemeinsam ist allen eine wohnliche Atmosphäre dank gelungener Wahl der Materialien. «Wir wollen unseren Kunden neben der individuellen Beratung auch ein Erlebnis in unserem Zuhause bieten, sie sind ja unsere Gäste», sagt Simon Frehner. Erwähnenswert, in einem der Zimmer ist sogar eine Spielecke für Kinder eingerichtet. Ein Bijou im Beratungsbereich ist das Kaminzimmer im Dachgeschoss, samt Aussenterrasse und Blick auf Herisau. Dieser Raum kann, wie der Dorfplatz im Erdgeschoss, auch für kleinere Events, Veranstaltungen oder auch für Beratungsgespräche genutzt werden.

Im zweiten, dritten und vierten Obergeschoss sind in Grossraumbüros die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden eingerichtet worden. Bankleiter Simon Frehner ist überzeugt, dass das Zusammenlegen der Arbeitsplätze der verschiedenen Teams der Zusammenarbeit förderlich ist. Insgesamt beschäftigt die Raiffeisenbank Hinterland 42 Mitarbeitende, viele davon in einem Teilzeitpensum.

Auch Urnäsch und Waldstatt erneuert

Aber nicht nur am Hauptsitz der Raiffeisenbank Appenzeller Hinterland ist eine Neugestaltung realisiert worden. Auch in den Geschäftsstellen in Urnäsch und Waldstatt sind die Bankräumlichkeiten dem in Herisau realisierten Konzept angepasst worden. Simon Frehner: «Wir wollen sowohl in Urnäsch als auch in Waldstatt unsere Kunden als Gäste empfangen und eine individuelle Beratung bieten.» In Urnäsch steht in der Mitte des Raums ein grosser Stammtisch für Beratungen und Kundenveranstaltungen, dazu sind ein Beratungszimmer sowie zwei Arbeitsplätze eingerichtet worden. Schliesslich wurden auch die Bankräumlichkeiten in Waldstatt so umgestaltet, dass auch dort die Beratung in der guten Stube in einer stimmigen Atmosphäre stattfinden kann.

An beiden Orten steht für Ein- und Auszahlungen ein Bancomat während 24 Stunden zur Verfügung. (pd)

Dem historischen Haus gerecht werden

Eine Stimmung schaffen, die dem historischen Haus am Platz gerecht wird, und gleichzeitig die Bedürfnisse der Bank erfüllen, dieses Ziel verfolgte das Architekturbüro plan b architekten, Zürich/Goldach/Waldstatt, bei der Planung und Realisierung des Umbaus des Raiffeisenbank-Hauptsitzes in Herisau. Dank der Verwendung von natürlichen Materialien – im Beratungsbereich wurden teilweise alte Originaltüren eingebaut oder alte Balken für Brusttäfer und Tische wiederverwendet – entstand eine einladend-wohnliche Atmosphäre. Wichtig war den Architekten auch eine warme Farbigkeit, wie sie früher in historischen Gebäuden üblich war. Mit vielen kleinen Details wurde zudem eine Abkehr vom schlichten Bürogebäude erreicht. Aber auch die Fassade wurde aufgewertet. So etwa durch die Verwendung von Storenblenden nach historischem Vorbild oder beim äusserst zurückhaltenden Dachaufbau. (pd)