Der Lostorfer Gemeindepräsident Thomas A. Müller war auch schon auf kantonaler Ebene politisch aktiv: Von 2005 bis 2013 gehörte der promovierte Jurist im Steuerrecht dem Kantonsrat an. Bei der parteiinternen Ausmarchung für die Regierungsratswahlen – er schlug einen Mitbewerber nur um zwei Stimmen – kokettierte Müller damit, dass er auch bei Wählenden rechts der Mitte werde Stimmen holen können.
 

Thomas A. Müller (1964), CVP, Lostorf Image 2

Eine Aussage, die bei einem Blick auf die Spidergrafik einleuchtet: Ein verglichen mit der CVP-Basis auffallend hoher Wert zeigt sich bezüglich «restriktive Migrationspolitik»; höhere Werte sind es auch bezüglich «Recht und Ordnung», «restriktive Finanzpolitik» und «liberale Wirtschaftspolitik». Nur gerade in Sachen «offene Aussenpolitik» ist Müllers Position praktisch deckungsgleich.

Dagegen hält der Kandidat, gemessen am Parteidurchschnitt, deutlich weniger von Ausbauten bei den Themen Umweltschutz, Sozialstaat und liberaler Gesellschaft. Konkret sagt Müller etwa «eher Ja» zur Initiative für ein Verhüllungsverbot, Nein zu einem kantonalen Mindestlohn und «eher Nein» zu einer stärkeren Verbilligung der Krankenkassenprämien. Dass es für ein Kleinkind am besten sei, wenn ein Elternteil Vollzeit für seine Betreuung zu Hause bleibt, bezeichnet der Kandidat in der Umfrage als «eine gute, aber nicht die einzig gute Lösung ». Bezüglich Umwelt hält er fest, «dass sich mehr Umweltschutz und mehr Wachstum nicht ausschliessen».

Eher überraschend: Müller findet, dass die Ehe für alle «zu befürworten» und die Samenspende «zu prüfen» sei. (ums.)